Lederhosen waren ursprünglich praktische Arbeitskleidung für Bauern, Holzknechte und Jäger im Alpenraum – robust, wärmend und langlebig. Zum bayerischen Symbol wird sie erst im 19. Jahrhundert: Wittelsbacher tragen sie, Trachtenvereine bewahren sie ab 1883 – und legen dabei überhaupt erst fest, was als „typisch“ gilt. Später wird sie ideologisch vereinnahmt, nach 1945 kurz unmodern – und seit den 2000ern wieder Weltware: Wiesn-Hype, Social Media, FC-Bayern-Balkon. Was einst schützte, schmückt heute. Und Heimat entsteht nicht aus Leder, sondern aus Bedeutung.
Folge 4: Lederhose
Beschreibung
Shownotes
Moderation: Caro Matzko
Gast: Lea Sophie Rodenberg
Redaktion: Karin Locher
Produktion: Rainer Schaller, Mario Thaler
Projektmanagement: Kilian Hauptmann, Katharina Trenkle, Sabina Schneider